Bienenbär sucht noch Standplätze 2017

Hallo Freunde des Honigs

Meine Bienen suchen für das Jahr 2017 noch Standplätze für folgende Trachten:

  • Raps (nicht auf sandigen Böden)
  • Linde
  • Akazie/Robinie

Ich komme natürlich mit gesunden Völkern, teilweise in Biobetriebsweise (kein Kunststoff in der Beute).

Wenn Ihr Interesse habt oder einen Kontakt, schreibt mir einfach eine Email an stefanvonderahe (at) gmail.com

Ein Hoch auf Spiegel-Online und Fokus-Online bei Facebook

Beim Lesen der Artikel zum Berliner Attentat in den Online-Beiträgen bei Facebook schüttelt der noch normal gebliebene Leser stumm den Kopf. Was für eine Konzentration an Hass, Verschwörungen und Beleidigungen. Gegen Andersdenkende, Nichthassende, linkversiffte Gutmenschen-Unterschicht und „Die Merkel“. Und die Beitragsersteller, wie z.B. Spiegel-Online oder Fokus-Online lassen diesem Irrsinn freien Lauf. Und tun gut daran.

Denn die Beiträge sind wie Fliegenfänger. Kaum aufgehangen, strömen die Fliegen von überall her, um Ihr Ausscheidungen abzulassen. Viel zu häufig kleben sie dann an den Beiträgen fest und beschimpfen sich gegenseitig, die Politik, die Behörden und natürlich die Presse.

Nachdem die umsatzstarken Redaktionen Ihre Beiträge vermarktet haben, schmeißen Sie Diese dem Meinungspöbel bei Facebook vor die Füsse. Und das rechte Meinungsproletariat stürzt sich darauf, wie auf die verdorbenen Essensreste, die ein Feudalherr vom Tisch gewischt hat, weil er satt ist.

Und genau diese Presse ist es auch, die von dem Mob als „Lügenpresse“ beschimpft wird, unwissend dass sie eben selbst dieser Presse und der Meinungsbildung auf den Leim gegangen sind.

Besonders auffällig war dieser Verlauf wieder im Zusammenhang mit dem Attentat in Berlin, nachdem die Behörden bereits nach wenigen Stunden einen Verdächtigten verhafteten. Man kann froh sein, dass wir in einer Demokratie mit einer soliden Rechtstaatlichkeit leben. Andernfalls hätte der mit Fackeln und Forken bewaffnete Pöbel den Unschuldigen in Berlin an der nächsten Laterne aufgehängt. In Wort und Bild haben sie es getan. Zu Unrecht, wie sich später herausstellte.

Einzig die Bild-Zeitung hat dieses System erkannt und bittet Ihre zahlungswillige Leserschaft auf eine ganz besondere Art und Weise zur Kasse. Sie bietet dem Meinungsproleten eine Bild-Plus Mitgliedschaft an, mit der der Kommentarrambo dann ungehindert als Erster seine Meinungsgrundlagen erhält, über die er später wüten kann. Natürlich auf eigene Kosten. Angefüttert mit Gossenbeiträgen aus der C-Prominenz und Nackedeis zahlt der Dossier-Depp brav für die eben noch beschimpfte Lügenpresse. Natürlich gibt es einen Zusatznutzen, den die Bild-Zeitung gleich mitverkauft. Ein I-Pad oder ein Galaxy Tab zum Beispiel. Natürlich mit der Bild-Connect „Daten-Flat“ (auf 2GB reguliert!). Je nach Paket zwischen 3,99 € bis 19.90€ im Monat. Aber das merkt der AFDepp nicht. Gleichzeitig schimpft der zahlende Hysterik-Pöbel-Proll aber über die GEZ-Gebühren, wie er auch sonst über alles schimpft.

Flüchtlinge, Wölfe, den Euro, Politiker, Die Merkel, Europa und das System im Generellen.

Besonders aber über diejenigen, die seiner einzig gültigen Meinung nichts abgewinnen können.

Es grüßt,

Der Beschimpfte

 

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Das Turnier der Prinzen – ein kleines Online Märchen

Und so begibt es sich all Abends zur selben Stunde, dass sich Prinzen und Prinzessinnen nach erledigtem, schweren Tagwerk an einem Ort zusammen finden, um die Schönsten der Schönsten und die Klügsten der Klügsten untereinander zu vermählen.

Überall im Land findet man diese Plätze. So auch Dieser, der sich auf einer großen, weiten Wiese auf der Höhe eines Hügels befindet. Umgeben von Wäldern, Burgen und Schlössern. Von überall strömen die Prinzen und Prinzessinnen heran. Eine Schöner wie die Andere. Sie sind prächtig herausgeputzt. Tragen beste Gewänder aus feinster Seide bestickt mit Gold und Diamanten. Eine Jede trägt ein ein Krönchen, wie schon Ihre Mütter. Sie tragen Tücher mit aufwendigen Stickereien auf denen man Ihre Eigenschaften und Treueschwüre sehen kann. Kunstvoll gefertigter Schmuck weißt auf die Herkunft und die Erwartungen hin. Ihre edlen Frisuren umschmeicheln ihre feinen Gesichter. Sorgsam geschminkt, so dass ein jeder Prinz von Ihrem Anblick und Ihren leuchtenden Augen gefangen genommen wird. Bemalte Lippen, die sie kunstvoll spitzen, wenn sie die Arena betreten. Und so nehmen die Prinzessinnen jeden Abend auf den Tribünen auf dem großen, feierlichen Ort Ihre Plätze ein und warten auf den einen Prinzen auf dem stolzen Hengst. Dass er sie doch auserkören und mit Ihr in den Sonnenuntergang in eine blumige Zukunft reiten möge.

Und da kommen sie. Die stolzen Prinzen. Hoch sitzen sie auf Ihren herausgeputzten Pferden. Eines schöner, als das Andere. Mit reichlich goldenem Zierrat versehene Sättel, Decken und Rüstungen sind die Hengste geschmückt worden. Sie strotzen vor Kraft und Größe. Auf der Brust tragen sie ein goldenes Schild mit dem Wappen Ihrer Herkunft. So das jede Prinzessin auf einem Blick erkennen möge, dass Ihr Besitzer und Reiter aus bestem Hause kämen.

Auch die Prinzen sind in edler Rüstung erschienen. Gekleidet und gerüstet wie edle Ritter sitzen sie stolz und fest auf den Rücken Ihrer Hengste. Ihre goldenen Rüstungen sind reich verziert  und von den im Land zahlreich vorhandenen Schmieden kunstvoll glänzend poliert, so dass sich die Sonne darin spiegeln kann. Auf dem Kopf tragen die Prinzen schwere Helme aus Gold mit einem Visier, dass einen schönen Jüngling zeigt. Durch kleine Schlitze im Visier kann der Prinz seine lang gesuchte Prinzessin erblicken.

Und da reiten sie ein, die stolzen Prinzen. Einer Schöner, wie der Andere. Einer Schlauer, wie der Nächste. In einer Hand die Zügel Ihres Pferdes. Und der anderen Hand, das Schild. In leichtem Galopp und unter Beifall und Raunen der Prinzessinnen reiten die Helden in die Mitte der Tribünen, deren Ränge bis auf den letzten Platz mit wunderschönen Prinzessinnen gefüllt ist. Der Klang Ihrer schweren Rüstungen durchdringt schwer und beeindruckend die ganze Arena. Was für ein Schauspiel. Welche Pracht.

In der Mitte der Arena versammeln sich die Prinzen, um sich nach den Schönheiten umzusehen. Sie sehen Prinzessinnen, die mit Ihren Freundinnen ins Ohr flüstern. Sie sehen stolze Prinzessinnen. Einige rufen. Einige kichern verlegen. Wunderschöne Prinzessinnen aus bestem Hause, soweit das Auge reicht.

Einer der Prinzen lässt seinen Blick durch die Reihen wandern. Er sieht ihr in die Augen. Denn Augen verraten alles über einen Menschen. All der Prunk ist nichts wert, wenn nichts in ihm steckt, der ihn zum Leuchten bringt.

Dann sieht er sie. In der ersten Reihe. Sie sieht verlegen auf den Boden. Sollte er der Richtige sein? Der Traumprinz mit Schloss, großem Gestüt, der Ihr all ihre still geträumten Wünsche von den Lippen abliest und sie bis an Ihr Lebensende auf Händen trägt?

Ihre Blicke treffen sich erneut und der Prinz fasst sich ein Herz und reitet langsam auf die Prinzessin zu. Der Klang der schweren Hufen im Sand der Arena und der Rüstung lässt der Prinzessin eine Gänsehaut über den Arm huschen. Was für ein stattlicher Prinz. ER muss es sein.

Er kommt näher. Heißer Atem dampft aus den Nüstern des Pferdes. So steht er vor Ihr.  In aller Pracht. Mit in der Abendsonne glänzender Rüstung.

Sie stellt sich vor, wie er Ihre Hand greift. Sie zu ihm auf den Rücken dieses Hengstes zieht. Sie sich an ihn anschmiegt, seinen Duft aufnehmen und sich an ihm festhalten kann, während sie aus dieser Arena in den Sonnenuntergang reiten.

Und nun steht er da vor Ihr. Zum Greifen nah. Er erhebt sich aus seinem Sattel, um vom Pferd herabzusteigen. Er will Ihr auf Augenhöhe entgegentreten. Sein Visier öffnen, damit sie den wahren Prinzen hinter dieser Rüstung erkennen möge.

Sein glänzender Stiefel bleibt im Steigbügel hängen, wild rudert er mit den Armen und mit krachender Rüstung fällt der Prinz in den Sand. Sein Schild fliegt weit auf die Wiese der Arena. Scheppernd fliegt sein Helm davon. Staub legt sich auf die blecherne Rüstung, die eben noch golden leuchtete. Das prächtige Ross steigt, reißt sich los und galoppiert davon. Zurück bleibt ein schmächtiger, in verbeulter Rüstung liegender Mann.

Und da lächelt er unsicher und verlegen. Dein Traumprinz. Michael (38), KFZ-Mechaniker aus Dinslaken-Schmachtendorf, geschieden, 2 unterhaltspflichtige Kinder.

Hobbys: Kumpels, Modellbau und Mittelalter

Die Prinzessin erhebt sich und schlurft in den Hasenhauspuschen enttäuscht davon. Der Bademantel weht bei jedem Schritt um Ihre viel zu enge Leggings.

Nein, das hatte sie sich aber anders vorgestellt. So ein Betrüger.

In Online-Datingportalen ist die Fallhöhe höher, als von einem Pferd zu fallen. Und so manch ein Pferd ist nur ein Esel.

Ein Märchen ohne ein Happy End?

Und so galoppiert der schöne Hengst davon. Vorbei an den Tribünen der Prinzessinnen, den vielen edlen Prinzen hinaus über Wiesen und durch Wälder. Er rennt so schnell er kann. Sein Atem schießt heiß aus den Nüstern und sein Herz rast. Seine Hufen schlagen in den Boden ein mit aller Kraft und Erde und Gras fliegen im hohen Bogen davon. Schneller und Schneller. Die Rüstung und die Decken lösen sich, behindern ihn beim rennen. Er schüttelt sich, bockt, steigt. Bis all die Last von ihm abfällt. Er verschnauft, kommt zur Ruhe. Sein nassen Fall leuchtet im Sonnenuntergang. Er schüttelt seine Mähne und läuft weiter. Der stolze Hengst lässt den Wald hinter sich und betritt die weiten Wiesen, die vor ihm im Abendnebel liegen. Er bleibt stehen und horcht in den Abend. Seine Ohren stellen sich auf. Wo sie wohl ist?

Und dann sieht er sie an der alten Eiche auf der Wiese stehen. Langsam trabt er zu ihr. Von dem Ritt ist er ganz verschwitzt und dreckig. Die Hufen voller Erde. Die Mähne zersaust.

Und nun stehen sie sich wieder gegenüber. Kopf an Kopf. Berühren Ihre Hälse. In der Natur. Im Sonnenuntergang. Hier können sie sein wie sie sind und was sie sind.

Zwei liebende Wesen.

Wie jeden Abend.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann treffen sich die Prinzen und Prinzessinnen noch heute auf den großen Plätzen überall im Land, um die Schönsten der Schönen und die Klügsten der Klügsten zu vermählen.

SvdA 24.11.2016

 

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Von Augen und der Liebsten

(inspiriert von einem Text von Wolfgang Trepper)
 
Du musst den Leuten in die Augen schauen, 
wenn Du wissen willst was los ist. 
Dann siehst Du, dass sie eigentlich nicht so können, wie sie wollen.
Oder ob sie Angst vor der eigenen Courage haben.
Oder ob sie in Ihrem Leben schon mal fürchterlich auf die Fresse gefallen sind. 
Und Du siehst, ob sie ihr ganzes Leben nochmal umkrempeln müssen, wenn sie nochmal richtig glücklich werden wollen. 
Du siehst aber auch, ob sie dir wohl gesonnen sind. 
Du siehst, ob Sie Dir die Tür aufmachen.
Ob sie Dir einen Stuhl an den Tisch schieben,
sich dazu setzen, Dir einen Kaffee kochen, 
und ernsthaft wissen wollen, wie es Dir die Jahre ergangen ist.
Du siehst, ob sie Dir einem Platz zum Schlafen geben würden.
Und ob sie es ehrlich mit Dir meinen.
 
Das sieht man alles. Aber man muss den Leuten in die Augen gucken. 
 
Du siehst, ob SIE an Deinem Leben interessiert ist, 
ob ihr Blick leuchtet, wenn sie von „uns“ spricht, 
Du siehst, wenn sie kurz herunterblickt und lächelt, 
wenn Du Ihr ein Kompliment gemacht hast. 
Du siehst den Kummer, den sie grad hat.
Den Ärger und die Enttäuschung. Ganz besonders, wenn Du der Grund bist. 
Die Freude, wenn sie von etwas erzählt, für das sie brennt. 
Du siehst, wenn sie sich in sich selbst verliert.
Du verlierst Dich in den Tiefen der strahlenden Augen. 
Und könntest ihr für immer zuhören.
Du siehst das „Bis bald“, wenn sie dich aus den Augenwinkeln anlächelt, wenn sie geht. 
 
Das sieht man alles. Aber man muss IHR in die Augen sehen. 
 
Und da spaziert man durch einen Ort, 
vorbei an dem alten Bahnhof, wo immer weniger Züge halten, 
leeren Geschäften mit „zu vermieten“ Schildern im Schaufenster,
einer Kirche, die wenn überhaupt, noch zu Heiligabend voll wird,
einer alten Fabrik, wo schon ewig niemand mehr arbeitet,
und du stehst auf einem Marktplatz, auf dem kaum noch was los ist.
 
Alleine, naja. Das weiß man wenigstens wo man ist. 
 
Aber mit Jemandem an der Hand, 
den Du vom ganzen Herzen gern hast,
und dessen Augen für Dich leuchten, 
 
dann bist Du da, wo Du sein willst.
Und dann hast Du alles, was Du jemals wolltest.
 
Ein zu Hause. 
 
Das sieht man alles. Mach nur Deine Augen auf.
Svda 21.11.2016

Unsere Zeit hat die Grippe

Die heutige Generation der 35-70 jährigen schaut überwiegend mit großer Besorgnis in die Welt. Wir, die noch Großeltern und Eltern hatten, die den zweiten Weltkrieg erlebten und davon aus erster Quelle berichten konnten; diejenigen die die deutsche Trennung und die Wiedervereinigung erlebten, müssen kopfschüttelnd und nahezu fassungs- und machtlos zusehen, dass sich die Geschichte wiederholt. Man könnte draus gelernt haben, könnte man denken.
 
Wer sehen will, wie es dazu kommen konnte, das das dritte Reich so stark wurde, der sollte sich heute die Zustände in der aktuellen Türkei ansehen. Die Parallel sind nicht zu übersehen. Jeder, der gegen den Ministerpräsidenten ist, wird automatisch in den Kreis der Terrorverdächtigen gestellt, verliert seinen Job und wird verhaftet. Wieviel 10.000 in der Türkei seit dem sogenannten Putschversuch inhaftiert wurden, kann heute keiner mehr genau sagen. Selbst hier lebende deutsche Mitbürger türkische Abstammung trauen sich kaum etwas zu sagen, weil sie befürchten, dass Ihre Familien in der türkischen Heimat Nachteile davon haben könnten. Andersdenkende, Andersgläubige und Andersliebende werden diskrimiert und verfolgt. Medien werden gezielt gelenkt. Eine freie Meinungsäusserung ist nicht mehr möglich. Aber haben WIR das zu kritisieren? Das kommt einem bekannt vor, oder?
Den Ländern dieser Welt bleibt nichts anderes übrig, als zuzusehen. Was sollten sie auch machen? Sanktionen gegen einen starken europäischen Marktpartner? Inzwischen ist die Türkei für die Nato wichtiger, als andersrum. Längst hat Erdogan mit Putin angebandelt. Der Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die türkischen Kampfflieger ist unter Kumpels schon längst vergessen.
In den USA wird einer der, wenn nicht sogar DER schmutzigste Wahlkampf aller Zeiten geführt. Längst geht es nicht mehr darum, was der Bevölkerung gut tut, sondern wer von beiden Kandidaten der Bevölkerung am wenigsten schadet. Längst will niemand Vernünftiges mehr den Job als Präsident der Vereinigten Staaten übernehmen oder würde ihn bekommen, weil er nicht ausreichend polarisiert. Barack Obama war wohl der letzte Kandidat. Ähnlich wie bei uns in Deutschland. Jede Woche werden neue Namen für einen neuen Bundespräsidenten in den Ring geworfen und jede Woche hagelt es auch genauso viele Absagen.
Niemand will die Jobs mehr machen. Warum nur? Weil die persönlichen Entbehrungen inzwischen zu groß sind? Weil die persönlichen Anfeindungen durch Neid und Hass inzwischen so gewaltig geworden sind, dass man ständig mit einem Anschlag gegen sich und Familienangehörigen rechnen muss? Oder weil man einfach nichts mehr sagen darf und ohnehin keine Entscheidung mehr treffen kann?
Die beiden letzten guten deutschen Präsidenten (meine Meinung) hat man aus dem Amt geekelt, weil sie unbequeme Wahrheiten öffentlich machten.
 
Da es den Politikern weltweit augenscheinlich nur noch um Wählerstimmen geht, gewinnen Populisten und Nationalisten überall Oberwasser. Nicht nur weit weg, sondern auch hier in Europa und in Deutschland. Sie bringen stabiler gewordene Friedenszeiten empfindlich ins Wanken. Auch und insbesondere auf europäischem Boden.
 
Der Druck im Kessel steigt und damit auch die Temperatur.
 
Ich hoffe inständig, dass die Welt ein Medikament der Vernunft findet. Bei Grippe hilft viel Ruhe, ein warmer Tee und warme Worte.
 
Ich wünsche der Welt eine gute und baldige Genesung.
SvdA 05.11.2016

Warum ich meine Meinung über CETA und TTIP ändere

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Seit einigen Jahren wird immer intensiver um die sogenannten Freihandelsabkommen TTIP und CETA mehr oder weniger sachlich diskutiert.

Diese Zeit kann man auch dazu nutzen sich über solche Abkommen zu informieren, die es in den vergangenen 200 Jahren auch immer wieder gab.

Ausgegangen von der Vergangenheit, insbesondere Deutschland, dass zu einer früheren Zeit in viele kleine Staaten geteilt war. Dort gab es auf kleiner Ebene damals schon immer wieder diese Abkommen. Sie waren nicht nur Teil einer Vereinfachung des Handels, sondern auch ein Zeichen eines Friedenswillens zwischen diesen kleinen Staaten. Auch Europa, erst durch die Öffnung des Handels in der EU und später der Grenzen der einzelnen Staaten ist dadurch friedlicher und sicherer für uns alle hier Lebenden geworden.

Weiterhin benötigen die Märkte, um wachsen zu können, einen leichten Zugang zu anderen Märkten. Aus unserer Sicht sind das die USA, Kanada und auch Afrika. In Afrika wird der derzeit ein Afrika-Europa-Abkommen ebenso heiß diskutiert, wie hier mit TTIP mit den USA. Denn genau so ein Abkommen möchte Europa mit Afrika abschließen. Diese drei Verträge ermöglichen einen erleichterten Binnenmarkt zwischen den USA, Canada, Europa und Afrika. Sie bringen unserem Handel und unserer Produktion mehr Spielraum. Natürlich wird auch die Einfuhr von Waren aus den anderen Ländern erleichtert, was uns Kunden eine größere Auswahl beschert.

Ein freier Handel bringt auch Sicherheit. Und das sollte und darf man bei der Diskussion nicht vergessen.

Soweit so positiv.

Die Kritikpunkte an CETA und TTIP sind ja, dass Streitigkeiten zwischen Unternehmen nicht vor öffentlichen Gerichten beigelegt werden sollen, sondern von privaten Schiedsgerichten. Im Falle von CETA ist das inzwischen vom Tisch, denn hier wird nun vor öffentlichen Gerichten verhandelt.  Im Falle TTIP muss das noch noch umgesetzt werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass man bemängelt, dass europäische Normen aufgeweicht werden könnten. Aber was ist das für ein Kritikpunkt? Schimpfen wir nicht tagein, tagaus genau über diese Überregulierung an den Märkten und im täglichen Leben? Was wollen wir denn nun eigentlich? Überregulierung abbauen und gleichzeitig in der TTIP-Verhandlung eben diese Regulierungen verteidigen? Man sollte sich entscheiden.

Die ganze Diskussion um diese Abkommen wäre gar nicht so hoch gekocht (inklusive dem entstehenden Wünschen nach Volksbefragungen), wenn man die Verhandlungen nicht im Geheimen geführt hätte und aus den Verhandlungstexten so ein Geheimnis gemacht hätte. Weiterhin sind die Politiker aller beteiligten Länder Ihrer Transparentpflicht gegenüber den Bürgern nicht nachgekommen. Damit signalisiert man dem Bürger, dass er gar nicht in der Lage ist, die Komplexität dieses Vorhabens zu verstehen und das man etwas über den Köpfen der Bürger hinweg entscheidet, was dem einzelnen Bürger schaden könnte. Wozu denn sonst die Geheimniskrämerei?

Ich kann also beide Seiten verstehen. Und ich wäge ab. Und ich sehe Aufgaben, die es noch zu lösen gilt.

Aber von einer stumpfen, uninformierten Ablehnung nehme ich nun Abstand.

 

SvdA 27.10.2016

 

5 Jahre ohne TV und Radio

 

Ich lebe nun schon etliche Jahre ohne einen Fernseher im Haus. Vielleicht 5 Jahre. Es können auch schon 6 oder 7 Jahre sein. Ich weiß es nicht mehr genau. Das damalige TV-Programm war für mich nicht mehr interessant. Und dank Internet kann ich mir viele Sendungen, die mich dann wirklich interessieren auch dort sehen. Also doch nicht 5 Jahre ohne TV? Gewissermassen schon. Denn es gibt ein paar Unterschiede.

Zuerst aber die Frage: „Vermisse ich etwas?“

Nein, nicht wirklich. Ich würde die Zeit vermissen, die ich gewonnen habe. Die ich zurück bekommen habe. Ich lese wieder mehr. Beschäftige mich mit Zusammenhängen und recherchiere meine Fragen aus. Ich habe auch Zeit für andere Dinge. Hobbys. Aber eben auch für das Schreiben.

Das Fernsehen regt Dich mit dem normalen Programm nicht zum Denken an, sondern es präsentiert Dir fertige Meinungsbilder und Emotionen. Dein Gehirn, mit Spiegelneuronen ausgestattet, übernimmt diese Meinungen und Bilder. Je häufiger man sich das „antut“, umso stärker übernimmt man das Gesehene und verteidigt Dieses später auch in seinem sozialen Umfeld als Realität. Der ständige Konsum von TV, Radio und auch im speziellen das Internet überflutet das Gehirn mit Informationen. Das Gehirn versucht dieses Flut nun zu verarbeiten. Und da stösst das Bewusstsein dann schnell an Grenzen. Denn man kann nur eine gewisse Menge an Informationen verarbeiten. In Folge der Reizflutung verlernt das Gehirn die Abspeicherung und Einsortierung der Informationen. Soziale Überempfindlichkeiten, voreilige Meinungsbildung, dramatische Verdrängung von gefestigtem Allgemeinwissen (z.B. Rechtschreibung, Umgangsformen, Geschichte oder Mathematik), Vergesslichkeit bis hin zu handfesten Depressionen sind die Folge.  Soweit der kleine Blick in die Neuropsychologie.

Ich beobachte in meinem sozialen Umfeld auch immer stärker die Tatsache, dass selbst gestandene Persönlichkeiten Informationen, die sie aus der Presse haben, ungeprüft in die Welt verteilen. Seien sie auch noch so obskur. Selber nachdenken wird unmodern.

Nie war es einfacher, dank Facebook und Co, richtige oder falsche Meldungen in der Welt zu verteilen. Nie waren Verschwörungstheorien so stark wie in der heutigen Zeit. Und dabei ist es scheinbar egal, wie unglaublich und unwahrscheinlich sie auch seien mögen. Es gibt in der Welt der sozialen Medien immer jemanden, der daran glaubt und es mit anderen teilt. Und je Mehr es teilen, umso wahrer wird es. Besonders radikale Meinungen und Weltbilder fallen hier auf einen unglaublich nährstoffreichen Boden. Eine fatale Entwicklung.

Ich stehe zunehmend staunend daneben. Beobachte, wie eine Partei wie die AfD mit ganz offensichtlichen Unwahrheiten immer stärker wird. Staune über die Bewegungsunfähigkeit der Menschen drumherum. Ich staune über die SPD-nahe Spiegel-Redaktion, die Kurz vor der Wahl in Mecklenburg Vorpommern die Meldung verbreitete, dass die aktuelle Bundesregierung sich von der Armenienresolution distanzieren würde. Eine Falschmeldung wie sich einen Tag später herausstellte. Aber es hat Meinungen geformt. Und ich staune über die Menschen, die trotz der Richtigstellung in den Medien sich immer noch über die Beschuldigung aufregen. Die Falschmeldung des SPD-nahen Spiegel hat die CDU vor der Wahl geschädigt und wird nicht der SPD mehr Stimmen bringen,  sondern einer Partei namens AfD. Und sie schädigt damit die schwarz-rote Koalition in Mecklenburg-Vorpommern. Sie stärkt damit eine Partei, die Ihre Wähler offen belügt. Und Ihre Wähler merken es nicht. Wollen es nicht merken. Können es nicht merken. Denn Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist inzwischen auf die Akkulaufzeit Ihres Smartphones beschränkt. Und an der Stelle schließt sich der Kreis.

Nach meinen Recherchen der letzten 12 Monate auf unzähligen Facebook-Accounts muss ich feststellen, dass besonders diejenigen AfD wählen, die auch einen Hang zu TV-Sendungen wie „Promi-Big-Brother“, „Berlin Tag und Nacht“, „Dschungelcamp“ und den vielen anderen vergleichbarer Sendungen haben. Und es sind überwiegend genau diese Menschen, die einen Job an der Armutsgrenze machen müssen, in Niedriglohnjobs arbeiten oder eben gar nicht arbeiten (aus welchen Gründen auch immer).

Das sind eben auch die Menschen, die die Politik vergessen hat. Scheinbar. Diese Menschen fühlen sich von der Politik verraten. Diese Meinung bekommen sie dann auch immer wieder in den sozialen Medien aber auch in den einschlägigen Tageszeitungen, wie z.B. der Bild, täglich bestätigt. Kann man den Menschen dann einen Vorwurf machen?

5 Jahre ohne TV und Radio hat mir Zeit gegeben mehr nachzudenken.

Und es entfernt mich immer mehr von meinen Mitmenschen. Ich verstehe immer weniger, warum immer mehr Menschen einfache Zusammenhänge nicht mehr erkennen, nahezu blind Verführern auf den Leim gehen, oder sich wegen Belanglosigkeiten bis auf aufs Blut beleidigen und sogar gewalttätig werden.

Mein Humor und meine innere Ruhe schützen mich davor selber durchzudrehen.

Es kommt nun wieder die Zeit, wo es früh dunkel wird. Ich gehe dann abends mit meinem Hund eine Runde um die auf Kredit finanzierten Eigenheime und kann von der Strasse aus ohne Probleme auf die ebenfalls finanzierten, leinwandgroßen Flatscreens in den Wohnzimmern sehen, was dort für ein Programm läuft. „GZSZ“, „Wer wird Millionär“ oder irgendeine eine andere Soap, Ratesendung oder Arena, in der sich sogenannte Promis der Lächerlichkeit preisgeben. Es ist wirklich selten, dass man mal eine Doku sieht.

Und es ist noch seltener, dass das Fernsehen aus ist, wenn die Bewohner des Hauses daheim sind.

Du bist, was Dich umgibt.

 

 

In dieser Zeit …

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In einer Zeit in der Depressionen, Burn-Outs, Allergien,
Herzininfarkte, Krebserkrankungen und Diabetes zur täglichen Routine werden, belächelt man Menschen, die sich Zeit nehmen wollen,und die sich gesünder ernähren wollen. Sport muss gleich zum Buddy-Change-Chalenge aufgepumpt werden. Mütter posten Ihren After-Baby-Body, um zu beweisen, dass sie sich nicht einfach nur faul um das Neugeborene kümmern.
In dieser Zeit, in der 50% aller Bienenvölker zerstört sind, in der von 5600 registrierten Insektenarten 2500 akut bestandsbedroht sind, düngen wir unsere Felder mit noch mehr Jauche und Kunstdünger, sähen „Special-Saaten“, die nur mit den passenden Spritzmittel bis zur Ernte kommen, kippen unkontrolliert Pflanzenschutzmittel in die Gärten und sorgen für einen aufgeräumten, englischen Rasengarten. 


In dieser Zeit, in der wir Despoten auf der ganzen Welt Waffen liefern, gleichzeitig die Arbeiter der Welt für einen Hungerlohn Handys und Kleidung produzieren lassen, ihnen ungefragt unseren Überschuss so billig zurück verkaufen, dass die dortige Wirtschaft zusammenbricht, wundern wir uns über Flüchtlinge.


In unserer Zeit, in der die Weltmeere nahezu leergefischt sind, kippen wir unseren Müll in einer Menge in Weltmeere, dass dort Müllteppiche in der Größe ganzer Staaten entstanden sind und wundern uns, dass die Fische immer höhere Schadstoffe und radioaktive Stoffe enthalten. Aale, Lachse und viele andere Meeresfische wären nach dem Lebensmittelrecht aus dem Jahre 2000 nicht mehr als Lebensmittel verkäuflich. Stattdessen erhöhen wir die Grenzwerte um das Doppelte bis Dreifache. Jetzt ist Fisch wieder „gesund“.


In dieser, unserer Zeit, in der die Landwirte unter sinkenden Marktpreise zu leiden haben, drillt man die Jungbauern in ihrer Ausbildung auf noch mehr Effizienz. Man produziert in einen Markt, der seit Jahren immer weniger Fleisch verkauft, immer größere Mengen an Fleischprodukten. Den Überschuss verkauft man billigst in aussereuropäische Drittländer und zerstört dort deren Infrastruktur. Ergebnis: Man baut noch größere Ställe und erzeugt noch mehr Fleisch.
In dieser Zeit sind über 90 % aller Geflügelprodukte, die im Handel liegen mit Antibiotika belastet und über 50 % sogar mit den antibiotikaresistenten Keimen verseucht (Zahlen vom deutschen Gesundheitsministerium !!!), legen wir uns immer noch die gesunde Hähnchenbrust für wenige Cent im marinierten Sparpack auf den 200 Euro Spezial-Smoker.

Wir wissen das alles und noch viel mehr.

Es gibt Wissenschaftler, die der Meinung sind, dass der „Point of no return“ lange überschritten ist. Sei es biologisch, wirtschaftlich, moralisch oder ethisch.

Und so wie sich die Wirtschaft und die Staaten in den letzten Jahren verhalten, wird es ersichtlich, dass sie auch der Meinung sind und nun versuchen, nochmal das letzte Mögliche für sich herauszupressen.

Ist es das, was Du willst? Ist es Dein Ziel, dass alles still zu ertragen?

Mein Ziel ist es nicht.

Ich bleibe laut, im Sinne der Sache.

 

Stefan Ahe 27.04.2016

Niemals aufgeben

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Wenn Du nicht angepasst sein kannst, dann sei nicht angepasst.

 
Wenn Du Deine Freiheit suchst, dann begebe Dich auf den Weg.

 
Nur wenn man Wege geht, die andere nicht gehen wollen, sieht man Dinge, die andere nicht sehen werden.

 
Egal was passiert, versuche immer wieder Deinen eigenen Weg zu finden. Mit allen (legalen) Mitteln.

 

Versuche es immer und immer und immer wieder …